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... eigentlich schon immer irgendwie ... Coming-Out gestern und heute |
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US-Schauspielerin Ellen DeGeneres: Yep, I'm Gay (Time Magazin, 14.4.1997)
Klaus Wowereit, seit 1991 Regierender Bürgermeister von Berlin: "Ich bin schwul - und das ist auch gut so" (10. Juni 2001) |
Berichte, Fakten Videos. Lesben und Schwule aus / in Köln. Ausstellung des Centrums Schwule Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum anyway In Videos und Texten berichten alte und junge Schwule und Lesben von ihrem inneren und äußeren Coming out. Über Schwierigkeiten mit sich selbst, mit der Familie, mit Freunden und Freundinnen, mit Kollegen und Kolleginnen. Aber auch über ihren Weg in die "Szene" und von neuem Selbstbewusstsein.
Coming out: früher der Begriff im amerikanischen Englisch für das Debüt
junger Damen in der Gesellschaft - der erste öffentliche Auftritt, meist
bei einem Ball, in der 'feinen' Gesellschaft. Das britische Englisch
notiert für Coming out den Gang zur Börse, das Erscheinen von Papieren,
sprich: Aktien, in der Öffentlichkeit. In den letzten Jahrzehnten ist der
Begriff nun ein wenig anders definiert worden, er meint jetzt a) das
Bewusstwerden der eigenen Homosexualität, b) das Bekanntmachen der eigenen
Homosexualität, c) die erstmalige homosexuelle Betätigung. Und „Come out“
ist der Titel einer Zeitschrift, herausgegeben von der Gay Liberation
Front New Yorks.
Coming out ist eine unendliche Vielzahl von Akten - jedes Coming out ist
anders, neu, persönlich, individuell. Der Historiker, der Psychologe, der
Soziologe systematisiert gern, bei allen Sortierungs- und
Gruppierungsanstrengungen und -notwendigkeiten darf dennoch die
Subjektivität und Individualität nicht vergessen werden. Die Ausstellung sammelt
Subjektives und Objektives zum Thema. Wir werfen sowohl einen Blick in die
Vergangenheit und legen die gegenwärtige Bedeutung dar: CSG und anyway
vertreten dann gewissermaßen diese beiden Teile der Ausstellung.
Das Coming out ist ein schwieriger und einschneidender Akt. Wir wollen
persönliche Erfahrungen beim eigenen Coming out darstellen, daneben sollen
Vorstellungen und Meinungen über das Coming Out allgemein oder bezüglich
anderer Personen dokumentiert werden. Theorien aus der Wissenschaft und
Berichte in Zeitschriften, Artikel in Ratgeberbüchern etc. dürfen nicht
fehlen: Bei aller Subjektivität ist ja stets die Öffentlichkeit
involviert. Im Mittelpunkt stehen
Biographien, dabei werden verschiedene Epochen und Verhaltensmuster und
Reaktionen von außen berücksichtigt. Dass die Umwelt, die Gesellschaft, der
Freundeskreis und die Familien 1940 und 1990 verschieden auf den Akt des
Coming out reagieren, ist jedem bewusst, solche Unterschiede wollen wir
aber konkret, erfahrbar machen.
Nach unserem Auszug aus der Vogelsanger Straße besitzen wir keine eigenen
Ausstellungsräume mehr. Ausstellungen werden wir also in Zukunft an
verschiedenen Orten in der Stadt, u.U. auch in Kooperation mit
verschiedenen Partnern zeigen. Diese erste Ausstellung der neuen Art
verspricht viel - ein interessantes Thema, ein bekannter und gleichwohl
unbekannter Ort, ein rühriger Partner. Die Jugend und die Fachleute für
die Vergangenheit treffen einander, schon dies weckt hoffentlich
Aufmerksamkeit für die Ergebnisse gemeinsamer Arbeit. Ausstellungsdauer: 27.10. bis 25.11.2007, jeweils samstags und sonntags 15 bis 18 uhr Zu sehen im Jugendzentrum anyway, Kamekestr. 14 (Ecke Bismarckstraße) Während der Ausstellungszeiten ist das anyway, anders als üblich, für alle Interessierten geöffnet. |
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